Bilder verkleinern

Oft genug steht man/frau vor dem Problem ein digitales Bild bzw. Photo zu verkleinern, damit beim Versenden dessen die Internetleitung nicht anfängt zu qualmen. Doch wie und wie groß?

Zum Verkleinern eigenet sich jedes Bildbearbeitungsprogramm - aber auch viele Bildverwaltungsprogramme oder Bildbetrachter bieten diese einfachste Manipulation eines digitalen Bildes inzwischen an. Hier kann es jedoch u.U. zu gravierenden Qualitätsunterschieden kommen, da nicht jeder Hersteller eines Programmes diese Funktion sorgfältig implementiert.

Doch genug der Theorie - nun zur Praxis:

1. Wahl des Programmes

Leider liefert Microsoft weder mit seinem Kinderspielkasten "Paint" noch mit dem scheinbar professionell daher kommenden Programm "Image" ein wirkliches Bildbearbeitungsprogramm mit. Daher bleiben nur fremde Alternativen übrig - und hier bestimmt u.a. der Preis (oder die Verfügbarkeit) den Einsatz. Und da es sehr zahlreiche Programme in diesem Bereich gibt, werde und kann ich hier nur ein paar vorstellen - wer übrigens einen qualitativ überzeugenden Kandidaten für diese Liste hat, kann dies mir gerne mitteilen.

Was nun ausgewählt wird, hängt vom Geldbeutel, dem Einsatzgebiet und dem Wunsch nach Einfachheit oder Komplexität bzw. Einarbeitungszeit ab. Jedes der obigen Bildbearbeitungsprogramme hat das eine oder andere Feature, was das andere Programm nicht oder nicht in der selben Form besitzt. Dennoch erzielen alle (fast) identisch gleiche Leistungen im privaten Bereich.

Billige oder kostenlose Alternativen für die einfachen Bildbearbeitungen wie Verkleinern oder Ausschnitte wählen, lassen sich in den angrenzenden Bereichen wie den Bildbetrachtern (wie IrfanView) oder Bilddatenbanken (wie ThumbsPlus) finden. Zudem gibt werden oft ältere Versionen von Programmen (wie PaintShopPro) die auf CDs von Computerzeitschriften verkauft werden, d.h. für drei bis fünf Euro erhält man eine vollständige und vollwertige Bildbearbeitungssoftware. Nur dabei aufpassen, daß dort nicht der kleine Hinweis "zeitlich begrenzt" oder "ShareWare" steht.
Wer nur mal ein Programm testen möchte, sollte die Webseiten der Hersteller aufsuchen. Hier gibt es meistens kostenlose, aber zeitlich oder funktional eingeschränkte Test-Versionen.

Bildverkleinerung am Beispiel von IrfanView

Beispielhalber werde ich die Möglichkeiten der Bildverkleinerung am Beispiel von IrfanView zeigen. Für die Installation und erste Einrichtung von IrfanView möchte ich an dieser Stelle auf meine andere Webseite irfanview.html verweisen.

  1. Bild öffnen
    Entweder indem auf das Bild im Windows Explorer geklickt wird, oder über das Menü "Datei" -> "öffnen" (oder die Tastenkombination [O]).
  2. optional einen Bildausschnitt wählen
    Der Bildausschnitt kann einfach mit dem Mauszeiger ausgewählt werden (linke Maustaste festahlten und dann Bereich "aufziehen"). Anschließend in das Menü "Bearbeiten" -> "Freistellen" gehen - somit wird der gewählte Bereich zum Bild.
  3. Menü "Bild" -> "Größe ändern" (oder Tastenkombination [Strg]+[R])
  4. Größe wählen
    Hier kann nun die Größe genau angegeben werden oder eine der sogenannten "Standard-Dimensionen" gewählt werden. Die Einstellung "Proportional" sollte aktiviert sein, da sonst das Bild nicht gleichmäßig vergrößert wird, sondern verzerrt wird. Die "Standard-Dimensionen" richten sich an die üblichen Auflösungen der Monitore. Es macht selten Sinn ein Bild größer als 640x480 Pixel zu machen, da dadurch auch nicht mehr Details zum Vorschein kommen.
  5. Bild neu abspeichern
    Menü "Datei" -> "Speichern unter" (oder Taste [S])
  6. Dateityp sorgfältig aussuchen!
    Für Bilder bzw. Photos die lediglich angeschaut werden sollen, ist das JPEG- bzw. JPG-Format am besten geeignet. Die Qualität dabei sollte nicht unbedingt niedriger als "60" sein. Für Bilder die weiter verabeitet werden sollen, sollte das TIFF-Format gewählt werden.
  7. fertig :-)

Soll das Bild per Mail verschickt werden, ist es besser, wenn der Dateiname keine Umlaute beinhaltet, da sonst möglicherweise das Mailprogramm bzw. der Empfänger damit Schwierigkeiten hat.

© 07/2006 · Dirk Weikard