Datensicherung

zurück

Warum eine Datensicherung

Weil schnell eine Katastrophe passieren kann und mehr oder weniger alle digitalen Daten auf dem eigenen Computer vernichtet sein können. Anders als bei materiell vorhandenen Papieren, bei denen erst ein massiver Brand oder versehentliches Wegwerfen die „Daten“ vernichtet, reicht ein kleiner Unfall bei den digitalen Daten aus um diese mehr oder weniger vollständig zu vernichten:

Wenn man also die Daten benötigt oder zumindest bewahren möchte, ist eine Datensicherung sehr wichtig.

Was bedeutet Datensicherung

Eine Datensicherung bedeutet die zusätzliche Speicherung der (zu sichernden Daten) an einer mindestens zweiten Stelle. Hiermit sollen die Daten sicherer aufbewahrt werden, d.h. wenn das Erst-Gerät (z.B. die Festplatte oder der PC) ausfällt, sind die Daten noch an einer zweiten Stelle vorhanden. Aber auch anders herum – in jedem Falle bleibt ein Datenbestand erhalten.

Da von einem mehr oder weniger totalen Ausfall des Gerätes in der Vorüberlegung ausgegangen wird, reicht es also nicht aus, wenn die Daten beispielsweise auf derselben Festplatte an einer zweiten Stelle kopiert werden (zum Beispiel in eine zweite Partition) - dies hilft höchstens gegen ein versehentliches Löschen. Nur minimal besser ist die Datensicherung auf einer zweiten internen Festplatte. Diese hilft aber nicht bei Schäden die das gesamte Gerät betreffen (Wasserschäden, Fallschaden etc.).

Eine sinnvolle Datensicherung fängt meist erst damit an, dass die Daten auf einem zweiten, externen Datenträger zusätzlich gespeichert werden. Je weiter die Entfernung zwischen Gerät auf dem die Originaldaten sind (z.B. PC oder Laptop) und der Lagerung des Medium der Datensicherung ist – beispielsweise Büro und Banktresor – desto weniger wahrscheinlich ist es, dass eine Katastrophe beide Datenbestände gleichzeitig in Mitleidenschaft zieht.

Datensicherung ist nicht gleichbedeutend mit Datensicherheit. Die Datensicherheit bezieht sich nur auf die Sicherheit des Mediums selbst, d.h. wie sicher die Speicherung der Daten auf diesem Medium (Diskette, Festplatte oder DVD) ist. Eine solche Datensicherheit kann man beispielsweise mit Technologien wie dem RAID 5-Verfahren deutlich verbessern. Dies spielt aber im normalen PC/Laptop-Betrieb keine Rolle, da sich nicht immer dies nachrüsten lässt.

Wie viel Datensicherung benötige ich

Theoretisch spricht nichts dagegen, alle Daten beliebig oft auf DVDs, externe Festplatten usw. zu speichern. Die Praxis wird aber von vier Faktoren bestimmt: Wichtigkeit der Daten, Zeitdauer der Speicherung, Geld und Datensicherheit der Sicherung.

Jede Datensicherung benötigt Zeit, egal wie stark man diese vereinfacht (s.u.). Und da jede Datensicherung mindestens so viel Platz benötigt wie die zu sichernden Daten selbst (es sei denn man komprimiert die Daten - was noch mehr Zeit kostet), kostet natürlich jede zusätzliche Datensicherung mehr Platz und somit i.d.R. mehr Geld.
Hier wird nicht auf Dateisysteme eingegangen die eine Deduplikation der Daten in einer Datei unterstützen. Aber der Ansatz der Größe der Datenmenge greift wieder, wenn auch dem Quell- und Zielsystem dieser Mechanismus verwendet wird.

Wenn ein Sicherungsmedium nur eine relativ geringe Datensicherheit hat (wie beispielsweise Disketten), werden wiederum parallele Datensicherungen auf mehr Medien benötigt – um eben der mangelnden Datensicherheit (entspricht dem Ausfall des einzelnen Mediums) entgegen zu wirken. Im weiteren wird allerdings von einer guten bis hohen Datensicherheit des Sicherungsmediums ausgegangen, d.h. weniger zuverlässige Medien wie Disketten, NoName-Festplatten etc. werden nicht mehr berücktsichtigt.

Nun kann festgehalten werden, dass ein höherer Aufwand an Zeit und Geld für die Sicherung der Daten auch eher garantiert, dass die Daten selbst nach (oben beschriebenen) Katastrophen noch verfügbar sind.

Zur Verdeutlichung hier ein paar Beispiele, wie viele Datensicherungen ermutlich sinnvoll wäre.

Typ der Wichtigkeit Anzahl der Sicherungen Entfernung zwischen den Medien
Unwichtig oder Daten sind reproduzierbar keine -
Persönlich relativ wichtig, als beispielsweise Erinnerungswert 1 selber Raum, Nebenraum
Beruflich oder persönlich wichtig (Lebensläufe, persönliche Steuerunterlagen) 1 getrennte Räume, Büro und Privatwohnung
Beruflich oder persönlich sehr wichtig oder für den Betrieb lebenswichtig (Steuerunterlagen des Betriebes, Buchführungsdaten, Rechnungen) 2 mindestens getrennte Räume (Tresor beispielsweise) sowie eine Sicherung extern
beruflich/persönlich überlebenswichtig 2-3 mindestens eine Sicherung in einem Bankschließfach

Diese Tabelle soll nur als grobe Orientierung dienen. Die Anzahl der Datensicherungen muss letztlich jeder für sich entscheiden. Ebenso läßt sich nicht immer einer räumliche Trennung herbei führen.

Welche Möglichkeiten der Datensicherung habe ich

Die Möglichkeiten zur Datensicherung sind vielfältig. Hier ein paar der sinnvollen und eher gängigen Methoden.

Form Kosten Vorteile Nachteile
Brennen von CDs oder DVDs gering geringe Kosten,
bei wiederbeschreibbaren Medien sogar wenig „Abfall“
Zum Teil geringe Speicherkapazität,
keine Automatisierung möglich,
eher geringe Haltbarkeit da beschreibbare Medien sehr empfindlich auf Temperaturen und Licht reagieren (Tendenz ca. 5-10 Jahre bei sehr guter Lagerung)
Bänder hoch automatisierbar,
schnell,
lange Haltbarkeit
hohe Kosten,
teilweise geringe Kapazität
Externe Festplatten gering geringe Kosten,
schnell,
hohe Kapazitäten,
relativ lange Haltbarkeit
nicht automatisierbar,
können leicht durch einen Fall kaputt gehen,
bei falschem Gehäuse leicht die Gefahr der Überhitzung
NAS (NetworkAreaStorage – quasi Miniserver mit Festplatten die in einer Netzwerkumgebung an beliebiger Stelle eingebunden werden können) mittel automatisierbar,
schnell,
hohe Kapazitäten,
Gerät kann recht weit entfernt stehen
Einrichtung für Laien manchmal etwas komplex,
eher höhere Anschaffungskosten,
Gefahr des Einbruchs seitens Hackers
Eigener Server mittel automatisierbar,
schnell,
hohe Kapazitäten,
Gerät kann recht weit entfernt stehen
Einrichtung nicht für Laien geeignet,
sehr hohe Flexibilität was der Server noch für Dienste bereitstellen soll,
meist beliebige Erweiterbarkeit,
keine ganz geringen Anschaffungskosten,
Gefahr des Einbruchs seitens Hackers
Internet (Cloud) unterschiedlich automatisierbar
Datensicherheit gewährleisten andere, daher oft hoch
weltweit verfügbar
Einrichtung manchmal nicht für Laien
Daten sind i.d.R. einsehbar von Dritten (Datenschutz!)
Geschwindigkeit eher mittel bis gering
begrenzter Speicherplatz
Abhängigkeit vom Provider
stetige Kosten

Externe Festplatten sollten am Besten mindestens ein Metallgehäuse (für gute Wärmeabgabe) und noch besser einen eingebauten aktiven Ventilator besitzen. Sonst kann es leicht passieren, dass selbst im „nur angeschlossenen“ Betrieb diese leicht überhitzen.

Wie oft sichere ich die Daten

Bei der Frage gibt es eine einfache und zugleich komplizierte Antwort: So oft, wie sich Änderungen an wichtigen Daten ergeben und maximal wie viel Zeit man an Arbeit verlieren kann und will, zwischen Ausfall und letzter Sicherung.

So wird eine Datensicherung bei mehreren hunderten von Buchungen pro Minute sicher öfter stattfinden (mindestens einmal täglich oder häufiger), als bei einem privaten PC bei dem Daten seltener sich ändern (einmal im Monat oder weniger).

Wenn man aber nach eigener Einschätzung beispielsweise den Verlust der Arbeit eines Tages noch einigermaßen verkraften könnte, so wäre eine tägliche Datensicherung sinnvoll. So ist beispielsweise eine tägliche Datensicherung für kleinere Firmen eher üblich, während normale Privatpersonen, die den Computer mehr zur Internetrecherche benutzen eine Datensicherung alle 1-4 Wochen ausreichen wird.

Wie viele Versionen einer Datensicherung benötige ich

Neben dem Aspekt der Datensicherung ist der Aspekt der Versionierung eng verbunden mit dem Begriff der Datensicherung. So wird bei einer Datensicherung mit Versionierung eine Änderung an einem Dokument entsprechend gesichert und das vorige gesicherte Dokument bleibt als vorige Version erhalten.

Wenn man sich nur für den letzten Stand der Dokumente interessiert, so ist eine Versionierung von Daten überflüssig. Dies spart Platz und Zeit.

Je wichtiger der Zugriff auf evtl. ältere Versionen oder bereits gelöschte Dateien wichtig ist, desto mehr Aufwand sollte in eine Versionierung der Daten gelegt werden.

Die Anzahl der Versionen kann entweder über die maximale Menge der Versionen oder das maximale Alter einer Version (oder einer Kombination dessen) festgelegt werden. Es ist zu bedenken, dass im schlimmsten Falle jede Versionierung der Daten ebenso groß ist, wie der Gesamtdatenbestand. D.h. bei einer Datensicherung inklusive dreier Versionen die Datensicherung insgesamt eine maximale vierfache Größe der Daten aufweisen kann. In der Praxis ist dies aber selten der Fall, da nicht alle Dateien immer wieder verändert werden.

Was mache ich gegen Verschlüsselungstrojanern

Verschlüsselungstrojaner kann sich jeder einfangen. Diese sind zwar meist im Einsatz gegen Institutionen (die Geld haben), aber auch Privatleute kann es treffen, dass plötzlich man auf keine eigenen Daten zugreifen kann weil alles verschlüsselt ist.
Wenn man bezahlt bedeutet dies nicht, dass man auch an seine Daten wieder dran kommt. Zudem stützt man das Erpressersystem - was im Falle eines Vorfalls eher sekundär ist.

Um sich dagegen zu wappnen helfen mehrere Möglichkeiten.

Wie kann ich Kosten der Datensicherung verringern

Abgesehen von dem Umstieg auf ein billigeres Sicherungsmedium (was aber zu Kosten der Qualität der Datensicherung geht) kann nur die Reduzierung der Datenmenge die Kosten verringern. Hier daher ein paar Richtlinien für die Auswahl und Vorarbeit der Daten:

Wie gestaltet sich das im privaten Umfeld

Bei der Datensicherung im privaten Bereich wie beispielsweise von Urlaubsphotos und Dokumenten auf einem Laptop bzw. Computer sind einige Kriterien zu beachten. Dies können teilweise auch im beruflichen Umfeld angenommen werden.

  1. Die Datensicherung muss einfach sein.
    Je mehr „Klicks“ oder mehr Aufwand der Start einer Datensicherung bedeutet (anschließen von externen Festplatten), desto seltener wird diese gemacht – was dem Sinn einer Datensicherung unterläuft.
  2. Die Datensicherung sollte möglichst automatisch laufen.
    Jeder manuelle Eingriff zum Start einer Datensicherung verringert die Chance das diese durchgeführt wird. Am bequemsten ist daher eine Sicherung, die im Hintergrund automatisch anläuft und dabei sonst keine weiteren Unbequemlichkeiten hervorruft. Ansonsten wird eine Datensicherung eher selten durchgeführt – und dann ist es meist zu spät.
  3. Der Zugriff auf die gesicherten Daten sollte möglichst einfach sein.
    Wenn beispielsweise aus Versehen eine Datei gelöscht wurde, so möchte die Privatperson auch leicht an die vorher gesicherte Kopie heran kommen. Daher sind komprimierte Datensicherungen nicht besonders geeignet.
  4. Die Kosten der Datensicherung sollten sich eher an der Wichtigkeit der Daten selbst, als an den technischen Möglichkeiten ausrichten.
  5. Die Datensicherung sollte möglichst schnell durchgeführt werden.
    Da während einer Datensicherung u.U. der PC/Laptop sehr belastet wird und daher langsamer läuft, sollte eine Datensicherung möglichst schnell durchgeführt sein. Auch ist es ärgerlich, wenn man den PC nach Benutzung nicht ausschalten kann, weil gerade noch eine Sicherung endlos läuft.
  6. Um Verschlüsselungstrojanern entgegen zu wirken sollten mindestens zwei Sicherungsmedien (oder ein NAS/Server mit Versionierung - s.o.) eingesetzt werden.

Fazit

Wegen den oben genannten Kriterien 1 und 2 fallen CDs und DVDs als Sicherungsmedien weg, da diese weder automatisierbar sind und zudem viele „Klicks“ zum Brennen der Daten benötigen. Bänder scheiden wegen den hohen Anschaffungskosten der Geräte für Privatpersonen aus. Ebenso scheidet die Datenspeicherung ins Internet aus, da hier private Daten auf „fremde“ Server ungesichert gelegt werden. Somit verbleiben noch externe Festplatten die mit USB angeschlossen werden oder sogenannte NAS. Das externe Festplatten auch erst angeschlossen werden müssen, während ein Computer fast automatisch in einem internen Netzwerk verbunden ist, ist hier der Vorzug einem NAS zu geben. Auch wenn diese Lösung etwas teurer ist.

Sofern keine wichtigen Gründe dagegen sprechen, reicht im privaten Umfeld eine Datensicherung auf einem Medium aus. Diese sollte ca. 14-täglich oder – wenn der Computer seltener benutzt wird – alle 1-2 Monate durchgeführt werden. Üblicherweise reichen drei Versionen der Datensicherung aus.

Eine schnellere Datensicherung wird erreicht, wenn das Datensicherungsprogramm nicht stur alle Dateien überträgt, sondern nur solche die sich verändert haben. Hiermit lässt sich die Datenmenge der Versionierung reduzieren und die Zeit für die Sicherung.

Kapazitäten der Datensicherungsmedien

Zur Einschätzung wie groß die zu sichernde Datenmengen sind, hier ein paar Anhaltspunkte bzgl. der „üblichen“ Daten:

Daten durchschnittliche
Größe einer Datei
Anzahl je 100 GB
Photos 2,2 MB 45.000
Dokumente (PDFs) 5 MB 20.000
PowerPoints 3 MB 33.000
Filme (z.B. aus YouTube) 20 MB 5.000

Hinzu kommt die Versionierung. D.h. für schätzungsweise 100 GB an Daten wird eine Gesamtdatensicherungskapazität (bei einer Version) von ca. 150 GB benötigt (sofern nicht intensiv alle Daten immer wieder geändert werden).

Die Anzahl der Photos oder Filme mag scheinbar unerreichbar sein. Die Praxis hat oft gezeigt, dass die Kapazitäten sehr viel schneller erreicht wurden, als erwartet. So werden die schlechten Urlaubsphotos meist doch nicht aussortiert und auch nicht weiter verkleinert, sondern landen direkt auf den PC. Daher sollte die Gesamtkapazität eines Datensicherungsgerätes sehr großzügig nach oben abgeschätzt werden. Und vor allem sich nicht an der Kapazität des eigenen Computers ausrichten, sondern besser auf die Zukunft planen.

Angehen einer Datensicherung

Das spätere Durchführen der Datensicherung ist meist mehr ein Erinnern was man machen muss. Viel entscheidender ist das erste Angehen einer Datensicherung. Hierbei sollte man manche Fallen versuchen zu vermeiden.

In diesem Beispiel wird von einer monatlichen Datensicherung (Fallback - zwei externe Festplatten) ausgegangen.

  1. Alle Daten werden auf dem Haupt-PC/Laptop von den verschiendenen externen Festplatten etc. kopiert.
    Wichtig hierbei ist nicht in die Versuchung geraten Photos, Dateien etc. anzuschauen oder auszusortieren. Das würde meist ewig dauern und den Prozeß der Datensicherung zu wider laufen!
  2. Wenn nicht alle Daten auf dem Haupt-PC/Laptop passen müssen manche auf eine (passend große) externe Festplatte ausgelagert werden.
  3. Datensicherungsprogramm auswählen
    Dies kann ein einfaches sein wie Back4Sure (https://www.ukrebs-software.de/ - ohne direkte Versionierung) oder ein Programm mit einer Versionierung.
  4. Zwei Externe Festplatten (hier in diesem Beispiel) auswählen die die gesamten Daten jeweils einzeln aufnehmen können (ca. 1,5-fache inkl.Versionierung) und diese Beschriften mit "gerader Monat" und "ungerader Monat".
  5. Datensicherung auf beiden Festplatten durchführen.
    Später muss dann die Datensicherung nur noch einmal im Monat durchgeführt werden - aber die Datensicherung anfangs erspart später Zeit.

Man kann zur Sicherheit eine der Festplatten immer an einem anderen Ort (z.B. abschließbare Schublade bei der Arbeit oder im Banktresor) lagern - damit im Falle eines Brandes nicht beide betroffen sind.
Der maximale Verlust an Daten ist in diesem Szenario zwei Monate.

Spezialfall Datenkapazität von PC/Laptop erschöpft

Bei älteren Laptops oder PCs und bei der Installation von großen Programmen, kann oft die Kapazität für die weitere Aufnahme von Daten erschöpft sein. Oft ist es auch nicht möglich mehr Platz zu schaffen.

Als einfache Maßnahme wird dann gerne der externe Datenspeicher für die Datensicherung (externe Festplatte oder NAS) als Datenablage mitbenutzt. Damit fällt aber genau für diese Daten, die dort hin verschoben werden, die Datensicherung weg. Denn diese verschobenen Daten werden nicht gesichert, d.h. sie sind faktisch nur auf einem Datenträger. Und egal wie zuverlässig ein NAS etc. sein mag – fällt dieses aus, so sind eben diese Daten darauf alle auch weg.

Sinnvoller ist es dem Computer eine weitere Festplatte mit großer Kapazität hinzuzufügen. Bei einem PC kann in der Regel eine weitere Festplatte intern eingebaut werden. Bei einem Laptop ist dies meist nicht möglich. Hier kann nur die Hauptfestplatte ausgetauscht werden, was inzwischen auch nicht mehr so viel kostet – aber der Wechsel ist nicht trivial. Einfacher und günstiger ist es, eine externe Festplatte hinzuzukaufen, auf der dann die größten Datenmengen ausgelagert werden:

Bei der Datensicherung sollte darauf geachtet werden, dass dann auch die Daten aller Festplatten (interne wie externe) gesichert werden. Es sei denn, man lagert auf die neue externe Festplatte Daten aus, die wirklich keiner Sicherung mehr benötigen.

Spezialfall Photos

Dank der immer größeren Aufnahmekapazitäten der digitalen Kameras werden immer größere Medien zur Speicherung und Datensicherung benötigt. Möchte man aber nicht sehr viel Geld zum Teil unsinnig in Medien stecken, kann man die Datenmenge von Photos wie folgt deutlich reduzieren:

  1. Radikales Aussortieren schlechter oder doppelter Photos.
  2. Kompression von unkomprimierten Photos die nicht für Hochglanz-Drucke benötigt werden.
    So ist ein unkomprimiertes Photo (bei 10 „Mega-Pixeln“) ca. 8,5 MB groß. Hingegen als JPG nur noch 3,3 MB.
  3. Verkleinern der Photos die nur in voller „Bildschirmqualität“ benötigt werden.
    Viele Photos sind nicht zum Ausdruck auf Plakate oder Leinwände vorgesehen. Die meisten will man sich „nur“ am Bildschirm ansehen oder vielleicht mal auf eine normale Photogröße ausbelichten lassen. Allerdings sind Photos (sofern nicht explizit eingestellt in der Kamera) meist so groß, dass man viel zu viele Pixel erzeugt für eine einfache Anschau auf dem Bildschirm.
    Reduziert man Photos daher beispielsweise von der Größe 3.872 x 2.592 Pixel (ca. 10 „Mega-Pixel“) auf deutlich Bildschirm-füllendes Format von ca. 1.024 x 768 Pixel so verringert man die Größe linear aus 1/3 und in der Datenmenge ca. auf fast 10%.
    Diese Aufgabe führen Spezialprogramme recht schnell und einfach auf ganze Ordner durch und ersparen somit riesige Datenmengen.

© 02/2023 · Dirk Weikard

zurück